Wir bauen das Werkzeug, das in der Praxis gefehlt hat.
AutaVia entsteht aus drei Perspektiven, die im Versorgungsalltag selten am selben Tisch sitzen: Medizin, Pflege und Softwarebau. Das ist keine Marketingaufstellung, sondern der Grund, warum das Produkt so aussieht, wie es aussieht.
Warum ein Arzt eine Pflege-App baut
In der hausärztlichen Versorgung sieht man das Ergebnis von Anleitung, nicht die Anleitung selbst. Man sieht den Kompressionsstrumpf, der falsch sitzt. Die Wunde, die sich anders entwickelt hat als erwartet. Den Angehörigen, der etwas übernommen hat, das er nicht übernehmen durfte – nicht aus Leichtsinn, sondern weil niemand da war, der es hätte sagen können.
Zwischen der Verordnung und dem, was zu Hause tatsächlich passiert, liegt eine Lücke, die im System nirgends abgebildet ist. Pflegestandards existieren, sie liegen in Ordnern. Am Point of Care, im Moment der Handlung, hilft das niemandem.
AutaVia setzt genau dort an. Nicht als weitere Dokumentationssoftware, sondern als Anleitung während der Tätigkeit – und mit einer Grenze, die deutlich sichtbar bleibt: Was eine Qualifikationsstufe nicht darf, wird nicht angeleitet, sondern übergeben.
Die Menschen dahinter
Ein kleines Team mit klar getrennten Verantwortungen – medizinisch, pflegefachlich, technisch.
Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin, seit zwölf Jahren in der hausärztlichen Versorgung mit hohem Anteil an Hausbesuchen. Verantwortet die fachlichen Inhalte der Einsatzprogramme, die Abgrenzung zwischen SGB V und SGB XI sowie das Freigabeverfahren für jede angeleitete Maßnahme.
„Ich habe die Folgen falscher Anleitung gesehen, bevor ich an eine App gedacht habe. Deshalb ist die Kompetenzgrenze bei uns kein Feature, sondern die Grundlage.“
Examinierte Pflegefachkraft, Pflegedienstleitung in der ambulanten Versorgung und Praxisanleiter. Bringt ein, was ein Einsatz realistisch braucht: Taktung, Reihenfolge, Materialwege – und wo eine Anleitung im echten Tagesablauf nur stört.
„Wenn eine App zwei Minuten kostet und eine Minute spart, benutzt sie niemand. Daran messen wir jeden Schritt.“
Geschäftsführer der Ambos Development GmbH in Hamburg, seit Jahren im Bau von Plattformen und dediziertem Hosting. Verantwortet Architektur, Datenhaltung und Betrieb – ausschließlich auf eigener, dedizierter Infrastruktur in Deutschland, ohne Hyperscaler in der Verarbeitungskette.
„Gesundheitsdaten gehören nicht in eine Kette aus Subauftragnehmern, die niemand mehr überblickt.“
Vier Festlegungen, die wir nicht verhandeln
Fachliche Freigabe vor Auslieferung
Kein Einsatzprogramm geht live, das nicht medizinisch und pflegefachlich geprüft ist. Das gilt auch für jede übersetzte Fassung – automatisierte Übersetzung sicherheitsrelevanter Inhalte wird geprüft, nicht durchgereicht.
Die Kompetenzgrenze ist hart
AutaVia leitet nichts an, wofür die angemeldete Rolle nicht befugt ist. Ein gesperrter Schritt bleibt sichtbar, damit klar ist, wer ihn übernimmt – Ausblenden allein wäre bequemer und schlechter.
Hypothesen heißen Hypothesen
Zeitersparnis und Handlungssicherheit sind unsere Annahmen, keine Ergebnisse. Ihre Überprüfung ist Gegenstand des Erprobungsjahres. Wir halten diese Unterscheidung in jeder Kommunikation durch.
Daten nur für den Nachweis
Nutzungs- und Verlaufsdaten erheben wir, um den pflegerischen Nutzen zu belegen. Kein Weiterverkauf, keine Werbeprofile, Verarbeitung in Deutschland.
Wo wir stehen — und was als Nächstes ansteht.
Das Fundament steht, der MVP ist in Arbeit. Öffentlich, weil wir Pilotdienste und einen wissenschaftlichen Partner suchen.
Fundament
Rollen- und Kompetenzmatrix erstellt und fachlich validiert, Produktabgrenzung zwischen DiPA und B2B festgelegt, erste Einsatzprogramme fachlich freigegeben.
MVP
jetztGetaktete Einsatzführung, Audio- und Videoanleitung, Rollenlogik und die ersten drei Sprachen. Parallel laufen Gespräche mit Pilotdiensten.
Pilot und Evidenzaufbau
Einsatz bei zwei bis drei ambulanten Diensten im echten Betrieb. Datenmodul produktiv, Evaluationskonzept mit wissenschaftlichem Partner finalisiert, Datenschutzkonzept nach BfArM-Prüfkriterien.
BfArM-Antrag
Antrag auf vorläufige Aufnahme in das DiPA-Verzeichnis im Erprobungsverfahren nach § 78a SGB XI.
Erprobungsjahr
Wirksamkeitsnachweis im laufenden Betrieb, parallel Vergütungsverhandlung mit dem GKV-Spitzenverband.
B2B-Strang ab Q1 2027
Direktvertrieb an Pflegedienste — Rollensteuerung, Einarbeitung, Verordnungsscan und Dokumentation. Erlöswirksam, bevor die DiPA gelistet ist.
Wissenschaftlicher Partner
Ohne belastbares Evaluationskonzept kein Erprobungsverfahren. Das ist derzeit der einzige Punkt, der den Antragstermin verschieben kann.
Wir suchen Pilotdienste und einen wissenschaftlichen Partner.
Wenn Sie einen ambulanten Dienst führen, in der Versorgungsforschung arbeiten oder pflegen und uns etwas sagen wollen: schreiben Sie uns.